Familienzentrum Rosdorf – Nun müssen wir alle das Beste daraus machen!

Die Wählergemeinschaft GuT hat in der Vergangenheit die Planungen für ein gemeindliches „Familienzentrum“ immer kritisch, aber auch konstruktiv begleitet. Bedenken hatten und haben wir u.a. hinsichtlich der finanziellen Belastungen, die trotz hoher Fördermittel auf die Gemeindekasse zukommen. Das Thema entstehender „Folgekosten“ wird in Rosdorf gerne einmal verdrängt. Unsere Skepsis in dieser und anderer Hinsicht wurde und wird von vielen anderen geteilt.

Selbst der sozialdemokratische Landrat Bernhard Reuter teilte der Gemeinde Rosdorf mit Schreiben vom 01.11.2017 u.a. mit: „Aufgrund der nicht gegebenen dauernden Leistungsfähigkeit der Gemeinde Rosdorf stehen die Kreditaufnahmen für die Investitionen für das Familienzentrum grundsätzlich nicht im Einklang mit der dauernden Leistungsfähigkeit der Gemeinde und sind daher grundsätzlich nicht genehmigungsfähig.“ Bedenken wie diese seitens der Genehmigungsbehörde wurden dem Rat nur zögerlich zur Kenntnis gegeben. Diese Art der Vorgehensweise kritisieren wir bis heute.

Neben haushaltspolitischen Sorgen beschäftigte uns seit geraumer Zeit, dass ein konkretes Konzept für den Betrieb des Familienzentrums offensichtlich nicht erkennbar ist. So es denn existiert, wurde es jedenfalls nicht ausreichend kommuniziert.

Zur aktuellen Situation:

Die finanzielle Lage der Gemeinde hat sich entspannt. Unerwartet hohe Steuermehreinnahmen und Erlöse aus umfangreichen Grundstücksverkäufen haben sehr viel Geld in die Kasse gespült.

Der Beschluss zum Bau des Familienzentrums ist gefasst (bei immerhin 11 Gegenstimmen) und der Grundstein wurde gelegt. Für uns bedeutet dies: Das Rad läßt sich nicht mehr zurückdrehen. Nun müssen wir alle das Beste aus dem entstehenden Familienzentrum machen!

In diesem Sinne ist unser an die Verwaltung gerichteter Fragenkatalog zum Familienzentrum zu verstehen, den wir beim Bürgermeister – verbunden mit der Bitte, das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Gemeinderatssitzung zu setzen – eingereicht haben (siehe unten stehendes PDF-Dokument).

Wir bedauern es sehr, dass die bis vor ca. einem Jahr ansatzweise praktizierte Bürgerbeteiligung an der Konzeptentwicklung für das Familienzentrum eingestellt wurde! Wir möchten unsere Fragen auch als Anregung verstanden wissen. Wir wünschen uns mehr Transparenz und die Wiederaufnahme der Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger.

Dieter Eikenberg / Fraktionsvorsitzender GuT

GuT-Brief an den Bürgermeister mit Fragen zum Familienzentrum (13.08.19) / 157 KB

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